Achte auf deine Wortwahl

Worte machen so viel mehr mit einem als man denkt… Deshalb bin ich bei meiner Wortwahl mittlerweile bedachter geworden. Das soll natürlich nicht zum Zwang werden, so dass ich über alles nachdenke was ich sage. Trotzdem finde ich es für mich gut zu wissen, warum ich was sage. Ist das verständlich?  ?

Achtest du darauf, welche Wörter du verwendest?

Müssen

Hier würde ich gerne meinen Papa zitieren, der seit vielen Jahren immer sagt „müssen muss ich gar nix“. Hat er nicht ganz unrecht. Am prägnantesten finde ich das Wort im Zusammenhang mit Empfehlungen, die man gut meint. „Das musst du dir anschauen“ oder „Da musst du unbedingt mal hin“. Klingt es nicht viel schöner, wenn ich sage „Ich war davon so begeistert und ich denke, das würde dir auch gefallen!“?

Ja, aber

Ist irgendwie ein Widerspruch in sich. Etwas wird bejaht, um es dann wieder zu entkräften. Ich kann mich leider nicht mehr erinnern, in welchem Zusammenhang ich darauf aufmerksam wurde. Für mich ist das ein schöner Ansatz und ich bemühe mich, damit nicht gegen etwas zu argumentieren.

Ehrlich gesagt

Das war mir selbst bis vor kurzem gar nicht bewusst. Eine Freundin wies mich darauf hin, bzw. fragte, warum ich das denn so betonen würde. Sie ginge davon aus, dass das, was ich sage, sowieso ehrlich ist. Eine gute Anmerkung und Annahme und zum anderen ein sehr schönes Kompliment. Danke ❤️

Man // ich

Wie oft verwendet man denn m a n, wenn man von sich selbst spricht?! Das ist etwas, das ich sozusagen trainiere. Wieso sollte ich von man sprechen, wenn ich mich meine und meine Erfahrungen meine?

Eigentlich

Das Wort sagt so gar nichts aus und doch wird es so oft verwendet. Vielleicht täte es gut, es einfach mal weniger zu benutzen und die eigenen Worte dadurch zu bekräftigen.

Versuchen

As Bukowski said: „If you’re going to try, go all the way.“ Oder in anderen Worten: Versuch es nicht sondern mach es! Sagt sich immer so einfach, ich weiß. Andererseits, wenn man es versucht, steckt man auch schon mittendrin, so go!

Ich glaube, nach diesem Post kann ich mich mit niemandem mehr unterhalten, da mein Gesprächspartner nur noch darauf achten wird, ob ich diese Worte nicht doch verwende… ?

Diese Reihe „Achtsamkeit und Freude im Alltag“ liegt mir sehr am Herzen und sie enthält viele Angewohnheiten, die ich selbst tatsächlich schon umsetze oder mir immer wieder bewusst mache, wie gerne ich sie in meinen Alltag integrieren würde. Ich denke, durch ein bestimmtes Bewusstsein für Alltägliches wird eben auch dieses immer wieder zu einem schönen Erlebnis und man geht mit sich selbst und seinen Mitmenschen viel achtsamer und liebevoller um!

Achtsamkeit und Freude im Alltag #4

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